Rudolf-Harbig-Stadion – Dresden

Rudolf-Harbig-Stadion – Dresden

Manchmal kann ein Stadion allein spielentscheidend sein: Um einen Lizenzentzug aufgrund baulicher Mängel der alten Spielstätte zu vermeiden, brauchte Dynamo Dresden dringend Hilfe. Ein Fall für HBM: Im PPP-Verfahren wurde aus dem alten Stadion eine moderne Fußballarena, die 2011 sogar die FIFA Frauen-WM empfängt.

In manchen Notlagen können auch Bauunternehmen rettend eingreifen. Etwa im Fall von Dynamo Dresden. Aufgrund baulicher Maläsen seiner Spielstätte schwebte über dem Traditionsverein schon das Damoklesschwert des Lizenzentzugs. Das alte Stadion, benannt nach dem Leichtathleten Rudolf Harbig, war über 50 Jahre alt und erfüllte kaum mehr die rudimentärsten Sicherheitsvorschriften des DFB. Es zog an allen Ecken und Enden, die Tribünengüte rangierte zwischen „baufällig“ und „verfallen“ und die Anzahl der überdachten Sitzplätze belief sich auf sage und schreibe 220. Ganz zu schweigen von den Toilettenanlagen oder der Sicherheitsinfrastruktur. Handlungsbedarf also, höchste Zeit. Ein Auftrag für HBM. Angelehnt an das Erfolgsmodell DKB-Arena, Rostock, baute der Stadion-Spezialist für die Gelb-Schwarzen von Dynamo eine moderne Fußballarena. Sukzessive wurden die einzelnen Tribünen rückgebaut und im Uhrzeigersinn durch neue ersetzt. Nicht nur wurden dabei modernste Standards erfüllt, auch sonst rückte HBM gerade, was bisher schief stand. Kleines Beispiel: Da sich das benachbarte Arnhold-Bad immer im Schatten des Stadions befand, wurde der neue Bau um 27 Meter versetzt und rückte somit näher an die Lennéstraße heran – mehr Licht und Freiraum für die Badbesucher also. Das Stadion fasst 32.400 Zuschauer, davon – als Zugeständnis an die Fans – etwa 10.000 Stehplätzen. Es gibt moderne Sanitäranlagen, ausreichend Gastronomie und zeitgemäße Überwachungsanlagen. Und das Stadion Dresden verfügt nicht nur über rund 1.340 Business- Seats, sondern endlich auch über VIP-Logen, die schließlich für den Verein eine wichtige Finanzquelle sind. Alle 22 sind nach Angaben der Dynamo-Geschäftsführung schon längst vermietet. Im November 2009 wurde das neue Rudolf-Harbig-Stadion dann feierlich eingeweiht.  Für den ostdeutschen Traditionsclub und achtmaligen DDR-Meister eine moderne – und natürlich lizenzerhaltende – Heimat.

Notsituation: gelöst.